Peter Usinger
Natürlich schöne Zähne
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MUSS - Mundschutz / Mouthguard
   
  Was kann passieren?  

Gefährdung:
Was kann passieren?

Ich treibe Sport, um mich gesund zu halten, was kann mir dabei schon passieren?

...

 
         
  Manchmal reicht sogar die Phantasie nicht aus, alle möglichen Unfälle beim Sport zu beschreiben. Aber die Gefahren sind vielfältig:

Der Radfahrer, der beim Sturz auf die Mittelstange fällt und dabei zwei Zähne verliert!

Der Reiter, der beim Sprungtraining zwar extra einen Kinnschutz trägt, aber damit eher Abschürfungen am Kinn verhindert, nicht jedoch Gehirnerschütterungen und lockere Zähne!

Das Internet zeigt Fußballer, die z.B. bei der letzten WM mit gewagten Sprüngen mit den Knien oder gar Füßen mitten im Gesicht des Gegners landeten. Das tut nicht nur dem Zuschauer weh, sondern auch dem betroffenen Abwehrspieler!

Der Hobby-Squashspieler, der im Eifer des Gefechts den Ball mit dem Kopf des Squash-Partners verwechselt.

Die eigenen Knie oder die der Gegner, Ellenbogen oder auch Füße und Hände sind bei vielen Sportarten die eigentlichen Gefahrenquellen, dazu kommen Laternenmasten, Sprunghürden, Schläger, Bälle und anderes. Leidtragende sind die Zähne, Lippen, der Kiefer selber und die Zunge. Gehirnerschütterungen sind dabei häufige Begleiterscheinungen dieser Unfälle.

In unseren Skizzen ist der Unterschied zwischen dem ungeschützten Aufprall und der Dämpfung, die mit einem Mundschutz erreicht wird, gut erkennbar.

In der ersten Skizze wird deutlich, dass jede Außeneinwirkung auf den Kiefer ohne Mundschutz ungebremst auf das Kiefergelenk (Punkt A) trifft. Ein Schlag oder Stoß wird von da aus direkt auf den Rest des Kopfes weitergeleitet. Gehirnerschütterungen, Kieferbrüche und Schlimmeres können die Folge sein. Nicht umsonst wird daher beim Boxen vom Gegner die Kinnspitze als ein möglicher K.O.-Punkt anvisiert.

Zitat aus einem Box-Handbuch: Durch den Schlag kommt es zu einer Erschütterung des gesamten Schädels. Dies kann Benommenheit und kurzfristige Bewusstseinstrübung auslösen. Eine entsprechende Erschütterung des Gleichgewichtsorgans verstärkt die Schlagwirkung.

Die zweite Skizze zeigt, dass der Kieferknochen, genau wie die Zähne selber, bei der Verwendung eines Mundschutzes ein Abstand, wie bei einem offen stehenden Mund, zwischen Gelenk und Kiefer erzeugt. Dieser Abstand bewirkt, dass die Gewalteinwirkung nur noch abgeschwächt auf den Schädel trifft (siehe B). Die Gefahr eines Kieferbruchs, aber auch von Gehirnerschütterungen wird deutlich reduziert.

....ohne Zahnschutz... ...mit Zahnschutz...

Nur ein sicherer Mundschutz beim Sport schützt also Zähne und Gesundheit. Bis zu 40 % aller Zahn- und Mundverletzungen passieren beim Sport. Dabei werden fast immer die oberen Schneidezähne verletzt, teilweise werden Zähne vollständig ausgeschlagen. Nicht nur das Aussehen wird in diesen Fällen beeinträchtigt.

Die Statistik „Sport Injuries of Australia“ basierend auf
1.000.000 untersuchten Kopf-/ Kieferverletzungen beim Sport
Körperteil Ohne individuellen
Mundschutz

Mit individuellem
Mundschutz
Zähne 30 % 0 %
Lippen 55 % 24 %
Zunge 21 % 8 %
Unterkieferknochen 10 % 2 %
Gehirnerschütterung 16 % 0 %

Leider handelt es sich dabei auch nicht um Einzelfälle. Fast jeder dritte Deutsche erleidet mittlerweile im Laufe seines Lebens einen Unfall oder eine Schädigung der Zähne beim Sport und Spiel. Und durch das veränderte Freizeitverhalten und die neuen Trendsportarten wird diese Zahl voraussichtlich noch weiter steigen.

Im Profisport hat sich der Mundschutz bei vielen Sportarten wie Rugby, Kampfsport oder American Football bereits als Standardausrüstung durchgesetzt. Im Breitensport hingegen werden die Risiken immer noch verharmlost. Dabei ist gerade hier das Verletzungsrisiko durch fehlende Erfahrung und das damit verbundene höhere Unfallrisiko noch größer.

„Der Unfall dauert Sekunden – die Behandlung Jahre!“

 
         
 
             
             
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