Allergie

In Zeiten zunehmender Sensibilisierung auf Umwelteinflüsse jeglicher Art stellen immer mehr Menschen kritische Fragen zum Thema Material für Zahnersatz. Wir haben diese Entwicklung für erkannt und ein entsprechendes Produktportfolio Zusammengestellt.

NEM mit BioZertifikat

Nichtedelmetall (Kobalt-Chrom-Molybdän Legierung) war lange Zeit in der Zahnmedizin als Billig – und somit schlecht und bedenklich – Lösung verpönt. Das rührt aus einer Epoche wo zum Beispiel Nickel und Beryllium in Dentalmetallen gang und gäbe war. Schnee von gestern! Die heutigen modernen EMF (edelmetallfreien) Dentallegierungen sind weit besser Mund-/Körperverträglich als so mancher Goldmix. Studien bei denen keinerlei allergenes Potential nachgewiesen werden konnte haben längst die hervorragende Körperverträglichkeit von EMF und belegt. Darüber hinaus ist bewiesen, dass Kobalt-Chrom Legierungen aufgrund einer unter der Politur fest anhaftenden Passivschicht (Oxid) keine Wechselwirkungen mit anderen älteren Legierungen zeigen. Biozertifikate zu den bei uns verwendeten EMF-Legierungen finden sie in unserem Download-Bereich.

Vollkeramik (Zirkon, Zolid)

Vollkeramik-Materialien sind die erste Wahl wenn es um hochästhetischen Zahnersatz geht. Kronen und Brücken aus Zirkon sind neben der brillianten Optik auch absolut körperverträglich. So ist Zirkon das Top-Material für jeden Zahnersatzpatienten – ob Allergiker oder nicht. In unserem hauseigenen Fräszentrum werden nur Materialien verarbeitet die unseren kritischen Qualitätsanforderungen genüge tragen.

Kunststoffe im Industrie-Spritzgussverfahren

Teil- oder Vollprothesen werden seit Jahrzehnten nach dem selben Schema unter Verwendung der selben Materialien zu Zahnersatz verarbeitet. Genau so lange sind Dentalkunststoffe auch als Allergieauslöser bekannt. Dabei handelt es sich weniger um das Produkt Kunststoff als viel mehr die Verarbeitung im Dentallabor. Polymethylmethacrylate (PMMA) kann der Zahntechniker nur aushärten weil gewisse chemische Zusätze in den Pulver-/Flüssigkeit-Komponenten dies ermöglichen. Nachteil: die sogenannten Starterradikale verbleiben teilweise im ausgehärteten Kunststoff und gelangen dann auf diesem Wege in den Körper.
Ganz anders verhalten sich da industriell hergestellte Kunststoffe. Sie liegen in bereits optimal auspolymerisierter Form (als Granulat) vor und werden ausschließlich thermoplastisch in die gewünschte Prothesenform gebracht. In unserem Dentallabor wenden wir diese Spritzgusstechnologie seit geraumer Zeit an. Bisher konnte keinerlei allergenes Potential festgestellt werden.

PEEK

Polyetheretherketon wird aktuell als das High-Tech-Zukunfts-Material zahnärztlicher Prothetik gehandelt. Ob es die hohen Erwartungen erfüllen kann bleibt abzuwarten. Unbestritten sind die hervorragenden Materialeigenschaften und Körperverträglichkeiten. Längst wird PEEK als Ersatzknochen bei zum Beispiel Finger- oder Bandscheibenrekonstruktionen eingesetzt und ist somit auch für die Mundhöhle bestens geeignet. PEEK ist als reines Gerüstmaterial anzusehen und kann sowohl thermoplastisch (Spritzguss) als auch im CAD/CAM-Verfahren verarbeitet werden. In unserem Dentallabor sind wir mit beiden Fertigungstechniken vertraut. Ein typisches Einsatzgebiet ist beispielsweise die metallfreie Teleskoptechnik.